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Du sollst nicht töten

Frauen nach dem "Abbruch" menschlich erstarrt, entleert  

Von Sabin H ö r e r, Berlin

Das alles ist Deutschland ... wir leben und wir sterben hier: Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 100.000 Kinder abgetrieben. Es gibt wohl niemanden, der besser Gefühle abschneiden kann als das weibliche Wesen: den meisten Schwangeren ist aber nicht bewusst, welch unsäglich tiefe Verletzung sie sich mit der Abtreibung antun.

Die Zeitschrift "idea Spektrum" beleuchtet den sogenannten Schwangerschaftsabbruch mit einem bemerkenswerten Bericht von Daniela Städter (Ausgabe vom 14. Februar 2018).

Sie befragte ein Paar, zu dessen Lebensgeschichte zwei Abtreibungen gehören. Erstaunliche Offenheit und Direktheit der beiden führen in dem Bericht zu dem Schluss, dass ihr Leben zerstört gewesen wäre, hätte es nicht Gottes Wunder gegeben: "Ohne den Glauben an Jesus wären wir nie aus der Krise herausgekommen."

Zudem enthält die idea-Zeitschrift ein Interview mit der Ärztin und Psychotherapeutin Angelika Pokropp-Hippen (Münster), die Frauen nach einer Abtreibung begleitet.

Pokropp-Hippen macht auf das "Post Abortion Syndrome" PAS aufmerksam. Es kann bedeuten, dass Frauen nach der Abtreibung Schuld, Scham und Sehnsucht erleiden, Panikattacken, depressive Störungen, Schlaflosigkeit, Antriebs- und Konzentrationsschwächen.

Es gebe Frauen, so Pokropp-Hippen, die jahrelang erfolglos psychotherapeutisch behandelt worden seien, weil in der Therapie gar nicht über die Abtreibung als Ursache der Erkrankung gesprochen worden sei.  

Frauen menschlich erblasst, entleert, erstarrt. Beide idea-Beiträge verdeutlichen, dass es sich bei der Abtreibung nicht um den oberflächlich gesehenen "Abbruch der Schwangerschaft" handelt, das Entfernen von "etwas Gewebe", sondern um das Töten eines menschlichen Lebens mit schwerwiegenden Folgen.

In dem einen Fall der jungen Frau, über die Daniela Städter berichtet, war der kleine Mensch nach acht Wochen 1,8 Zentimeter groß gewesen, das Herz fast vollkommen entwickelt.

Die Ärztin Pokropp-Hippen gegenüber idea: Das Thema PAS sollte wissenschaftlich vertieft werden. Jedoch: "Die Gesellschaft schaut nicht hin und die meisten Medien, Politiker sowie Mediziner haben kein Interesse daran oder verschweigen es bewusst."

Das alles ist Deutschland ... wir leben und wir töten hier. (15/2/2018)

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